Samstag, Juni 12, 2021
 

Wie Sie Ihren Kunden aus dem Stimmungstief helfen …

Verdrossenheit, Traurigkeit,  nervöse Erschöpfung … Von  solchen Beschwerden hörenSie wohl öfter. Eine kompetente und gezielte Beratung hilft  Ihren Kundinnen und Kunden  bei schwierigen Gemütslagen.

Sonnenlicht und Bewegung an der  frischen Luft setzen auch bei trübem  Wetter stimmungsaufhellende Substan zen frei. Allerdings sollten wir zu jeder Jahreszeit gerade, wenn das Sonnen licht rar ist-erst einmal prüfen, was auf unserem Teller landet. Und was nicht. 

Heilsames aus der Küche

Bestimmte Nährstoffmängel können  psychische Beschwerden auslösen oder  gar verschlimmern. Eine unzureichende  Kohlehydrataufnahme muss über kurz  oder lang zu Müdigkeit und Stimmungs tief führen, denn Kohlehydrate sind un sere Betriebsstoffe schlechthin, sowohl  für den Körper als auch für die Psyche.  Auch die Nervenzellen ernähren sich  von Glukose! Ähnlich wirkt sich ein Mangel an Vitamin B, Calcium, Magnesium  oder Omega 3 aus, die für ein einwand freies Funktionieren des Nervensystems  sorgen. Strengekohlenhydrat- und magnesiumarme Schlankheitskuren oder  übermässiger Alkoholkonsum, der dem  Organismus Vitamin B und Magnesi um entzieht, führen zu psychischer und  körperlicher Erschöpfung. Auch die re gelmässige Einnahme von Östrogenen  (z.B. in oralen Verhütungsmitteln) kann  zu Verstimmungen führen, denn diese  Hormone behindern die Aufnahme des  besonders stimmungsaufhellenden Vitamins B6 im Darm. Ebenso kann starker Stress über längere Zeit zu einemerheblichen Verlust an stimmungsauf hellenden Vitaminen und Mineralstoffen mit dem Harn führen und so selbst einen  «Fels in der Brandung» in die Depression  abgleiten lassen. Zum Glück schüttet un ser Körper natürlicherweise antidepres sive Substanzen aus, nämlich cerebrale  Neurotransmitter, allgemein bekannt als «Glückshormone». Zu diesen Gehirnboten stoffen gehören Dopamin, Noradrenalin,  Serotonin und Acetylcholin. Werden diese  stimulierenden und belebenden Substan zen grosszügig produziert, fühlen wir uns  psychisch stabil. 

Bei einer depressiven Verstimmung nimmt  genau diese Synthese ab. Deshalb setzen  Antidepressiva auch bei den Neurotrans mittern an. Unser Gehirn produziert diese  Glückshormone aber aus Nahrungsmittel substanzen (Aminosäuren, also Eiweissbe standteilen, und Cholin, das zur Gruppe  der B-Vitamine gehört) und mit Hilfe von  Vitaminen und Mineralstoffen (insbesondere Vitamin B6 und Magnesium. Zu be sagten Aminosäuren gehören Phenylala nin, Tryptophan und Tyrosin. Tryptophan,  eine essenzielle Aminosäure, die vor allem  in tierischen Eiweissen vorkommt, wird  in Serotonin umgewandelt. Phenylalanin  wird in Dopamin und Noradrenalin umge wandelt, während Cholin für die Produkti on von Acetylcholin benötigt wird. Doch  selbst bei einer ausreichenden Eiweisszu fuhr kann sich die Umwandlung verzögern,  wenn mit der Nahrung zu wenig Vitamin B6 und/oder Magnesium aufgenommen wird. 

Lebensmittel, die glücklich machen

Glücklicherweise steht uns eine Vielzahl  stimmungsaufhellender Lebensmittel  zur freien Verfügung: komplexe Vollkorn produkte, Fisch, Milchprodukte, weisses  Fleisch, Eier, Soja und Sojaabkömmlinge  sowie Dörrobst und Ölsaat. Ja sogar die  dunkle Schokolade (die dennoch mit Ver stand genossen werden will!) verdankt  ihren Ruf als Muntermacher ihrem hohen  Gehalt an Phenylalanin und Magnesium.  

Nahrungsergänzungen als Plus

Nach einer Analyse der Ernährungsge wohnheiten können Sie Ihrer Kundschaft  zur Ergänzung Magnesium und Vitamin B6, vorzugsweise kombiniert, empfehlen so wie Omega 3 oder Sojalecithin, die effek tivste natürliche Cholinquelle. Unterstützend wirken zudem Johannis kraut, Ginseng, Rosenwurz oder Curcuma  (dessen Nutzen trotz jahrtausendealter Tradition erst jüngst entdeckt wurde). 

Und wenn alles nichts hilft …

Wenn psychische Verstimmungen trotz  dieser Massnahmen fortbestehen, drängt  sich eine ärztliche Konsultation auf, denn  es könnte sich um eine klinische Depressi on handeln.

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