Mittwoch, August 4, 2021
 

Vitamin D, unverzichtbarer Partner für unsere Kinder

Ursprünglich wurde Vitamin D für die Entwicklung und Erhaltung der Knochensubstanz eingesetzt. Zugleich wirkt es aber wie ein Hormon bei zahlreichen Regulierungsmechanismen, sogar schon in der Kindheit.

Wissenswertes zum Vitamin D

80 bis 90% des von unserem Körper verwendeten Vitamin D wird über die Haut synthetisiert. Mit Hilfe der UV-B-Strahlung wird in den tieferen Hautschichten Cholecalciferol (Vitamin D3) aus Cholesterin produziert. Die übrigen 10 bis 20% werden der Nahrung entnommen (D3 fettem Fisch, D2 pflanzlichen Produkten wie Cerealien oder Pilzen). Während Vitamin D bisher vor allem wegen seiner regulierenden Wirkung auf den Phosphor-Kalzium-Stoffwechsel in der Pädiatrie geschätzt wurde, werden seine jüngsten Verdienste insbesondere in der Infektiologie und Kardiologie seine Verwendung weiter vorantreiben.

Bedarf in der Kindheit

Zwischen 0 und 18 Monaten wird die Vitamin D-Supplementierung in der Regel in ausreichendem Mass vorgenommen. Wegen der unzureichenden Versorgung durch die Muttermilch und die beschränkte Sonnenexposition ist sie unverzichtbar.

Danach sind Mängel zwar häufig, werden jedoch selten erkannt. Der Grund: multiple Risikofaktoren und die unspezifische Symptomatik – psychomotorische Entwicklungsverzögerungen sowie Ermüdbarkeit und Reizbarkeit sind nur vage klinische Zeichen. Besondere Beachtung gilt übergewichtigen Kindern, denn das fettlösliche Vitamin D wird im Fettgewebe gespeichert. Zur Risikopopulation gehören zudem dunkelhäutige Menschen und solche mit wenig Sonnenexposition im Sommer.

Der urbane Lebensstil, der vermehrte Einsatz von Sonnenfiltern, gewisse Ernährungsweisen (Vegetarismus) oder Pathologien (z.B. Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom) können das Phänomen weiter verstärken.

Obschon Vitamin D in jedem Alter empfohlen wird, verdienen vor allem die 10- bis 18-Jährigen Aufmerksamkeit, da sie oft unzureichend versorgt werden.

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