Dienstag, Dezember 6, 2022
 

Stoffwechselträgheit – ein heikles Thema

«Ich werde viel zu schnell dick. Schon beim Anblick einer Tafel Schokolade nehme ich zu!» Viele Ihrer Kundinnen und Kunden sind überzeugt, dass sie für ihr Übergewicht nicht verantwortlich sind. Stimmt das? Und, wenn ja, was lässt sich dagegen tun?

Dass Ernährung und Gewichtszunahme nicht zwangsläufig zusammenhängen, ist unbestritten. Während manche sich alles gönnen und dabei dünn bleiben, nehmen andere selbst bei einer strengen Diät zu. Denn die Zahl der Fettzellen ist genetisch vorbestimmt wie unsere Haar- und Augenfarbe. Cette prédisposition héréditaire n’est toutefois pas toujours en cause. Doch nicht immer ist die Veranlagung schuld. Oft bildet sich nämlich im Laufe des Lebens eine erworbene Stoffwechselträgheit.

Die Schilddrüse stimulieren

Als erste Massnahme empfiehlt sich bei diesem Problem, die Schilddrüsenproduktion anzuregen. Die Schilddrüse reguliert den Stoffwechsel und die Energieproduktion. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion nimmt man oft an Gewicht zu. Manchmal ist die Schilddrüse auch träge, ohne dass eine Krankheit vorliegt, was schon ausreicht, um den Stoffwechsel zu verlangsamen.

Zu bevorzugen sind deshalb jodhaltige Lebensmittel, denn die Schilddrüse benötigt dieses Spurenelement für die Hormonproduktion. Jod ist enthalten in Meeresfischen, Meersalz oder Meeralgen, letztere können Sie auch als Nahrungsergänzung empfehlen.

Die Homöopathie kann ebenfalls zu einer sanften Anregung eines trägen Stoffwechsels beitragen. Die Urtinktur einer Meeresalge, z. B. Fucus vesiculosus (täglich 50 Tropfen), und der Schilddrüsenextrakt C4 als stimulierende Verdünnung, Thyroidinum 4CH, (3 Ampullen pro Woche), können erstaunliche Ergebnisse erzielen. Idealerweise kombinieren Sie sie als Homöopathie-Profi mit dem homöopathischen Grundmittel.

Muskelaufbau

Was können Sie Kundinnen und Kunden noch empfehlen, die sich über einen trägen Stoffwechsel beklagen? Eine weitere Methode, um den Stoffwechsel anzuregen, ist das Aufbauen von Muskelmasse durch Sport und Muskelkräftigung. Im Gegensatz zu Fett ist die Muskulatur ein stoffwechselaktives Gewebe und verbrennt Kalorien. Daher wird eine regelmässige sportliche Betätigung empfohlen, vor allem Ausdauertraining. Es ist jedoch nutzlos, sofort zu intensiv Sport zu betreiben, wenn der Körper daran nicht gewöhnt ist. Spazieren gehen, Fahrradfahren und sanfte Gymnastik können so bereits dazu beitragen, einen trägen Stoffwechsel wieder anzukurbeln.

Im Laufe der Jahre nimmt die Stoffwechselaktivität ab und wir nehmen schneller zu, vor allem auch, weil die Muskelmasse allmählich schrumpft. Sitzende Tätigkeiten und drakonische Diäten, die nicht nur das Fett, sondern auch die Muskulatur zum Schwinden bringen, führen mittel- oder langfristig immer zu einer Stoffwechselträgheit. Wir können es nicht oft genug sagen: ein Körper, dem zu viel vorenthalten wird, rächt sich, indem er seine Fettdepots hartnäckig verteidigt.

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