Dienstag, November 30, 2021
 

Rheumatismus neu beleuchtet

Die meisten Ihrer Kundinnen und Kunden, die an Rheuma leiden, mögen den Herbst nicht besonders. Nachfolgend einige Ratschläge, die Betroffenen helfen können, die kalte Jahreszeit gut gerüstet in Angriff zu nehmen.

Die Feuchtigkeit im Herbst macht mir zu schaffen. An trüben Tagen meldet sich regelmässig mein Rheuma zurück.

Gibt es homöopathische Lösungen?

Die meisten Menschen mit rheumatischen Beschwerden vertragen Feuchtigkeit und saisonale Schwankungen nicht gut. Bei manchen ist die Verschlechterung besonders ausgeprägt und die Besserung bei warmem und trockenem Wetter geradezu spektakulär. Falls zudem Ruhe und mangelnde Bewegung die Schmerzen verstärken und leichte, kontinuierliche Bewegung lindernd wirkt, sind zwei homöopathische Mittel zu empfehlen: Rhus toxicodendronund Natrum sulfuricum. Sie helfen bei chronischem Rheuma, das in Schüben nach diesem Muster auftritt. Welches Mittel besser geeignet ist, wird anhand der folgenden Kriterien beurteilt:

Rhus toxicodendron wirkt bei allen schmerzhaften Arthrosesymptomen, unabhängig von der Schwere und vom Ort, an dem sie auftreten, von einer einfachen morgendlichen Steifigkeit bis zu akuten Ischiasschmerzen. Ein weiteres Kriterium für die Anwendung dieses homöopathischen Arzneimittels ist, wenn eine Verbesserung durch Druck eintritt (z. B. wenn sich die betroffene Person auf die schmerzende Seite legt).

Auf Natrum sulfuricum wiederum sprechen Personen an, die den Schmerz nicht genau lokalisieren können, sondern bei denen die Gelenke generell betroffen sind und häufig knacken.

Das Mittel hilft Personen, die wie ein Barometer spüren, wenn Regen im Anzug ist, sei es einige Stunden oder sogar ein oder zwei Tage im Voraus, während Rhus toxidendron für Rheumakranke zu empfehlen ist, bei denen sich die Schmerzen verschlimmern, wenn der Regen einsetzt.

Gibt es wirksame Alternativen zu synthetischen Schmerzmitteln?

Wie bereits erwähnt können bei schmerzhaften rheumatischen Schüben gewisse homöopathische Arzneimittel sehr hilfreich sein. Auch die Phytotherapie und die Ernährungstherapie bieten interessante Lösungen. In der Pflanzenheilkunde wird die Teufelskralle eingesetzt (lateinisch Harpagophytum), das stärkste pflanzliche Schmerz- und entzündungshemmende Mittel. Bereits die indigenen Völker Südafrikas hatten die Wirkung dieser Pflanze entdeckt. 1950 untersuchte ein deutscher Forscher die Teufelskralle genauer und führte erfolgreiche Versuche damit durch.

In der Ernährungstherapie belegen zahlreiche Studien, dass natürliches Vitamin E in hohen Dosen (400 bis 1200 mg pro Tag) eine Wirksamkeit aufweist, die mit klassischen Antirheumatika (wie z. B. Diclofenac) vergleichbar ist. Die Wirkung dieses Vitamins beruht auf seinen antioxidativen Eigenschaften. Konkret neutralisiert es freie Radikale, die bei rheumatischen Beschwerden in zu hohen Mengen produziert werden. Diese unerwünschten oxidierenden Moleküle schädigen nicht geschützte Zellen und Gelenke.

Eine Behandlung mit diesem Vitamin ermöglicht es, den Konsum von Schmerzmitteln zu senken. Dadurch verringern sich die Nebenwirkungen und die Behandlungskosten deutlich.

Aber Achtung: Vitamin E ist auch ein kräftiges Antikoagulans und darf in hohen Dosen nicht zusammen mit gerinnungshemmenden Medikamenten wie Acetylsalicylsäure oder Cumarin eingenommen werden.

Was halten Sie von alkalisierenden Nahrungsergänzungen bei chronischem Rheumatismus?

Die chronische Gewebsazidose ist unter anderem ein Nährboden für die Entstehung und das Fortschreiten rheumatischer Erkrankungen. Jede chronische Erkrankung bewirkt eine Ansäuerung des Körpers und schafft so einen Teufelskreis.

Erklären Sie Ihren Kundinnen und Kunden, wie sie ihren pH-Wert im Urin mit einem Reagenzpapierstreifen messen können und empfehlen sie ihnen bei Bedarf eine Basensalzmischung. Weisen Sie ausserdem darauf hin, dass eine langfristige Behandlung (während Monaten oder sogar Jahren) notwendig sein kann, um eine chronische Gewebsübersäuerung zu beseitigen.

Gut zu wissen

Dr. Max Tétau, Homöopath und Autor mehrerer Bücher, hat berichtet, dass er mit 3 Dosen Causticum C9im Abstand von 10 Tagen eine ältere Dame heilen konnte, deren rheumatische Beschwerden durch Regen… besser wurden (während Feuchtigkeit normalerweise der Todfeind der Rheumakranken ist).

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