Donnerstag, September 23, 2021
 

Mit Selbstmotivation zu einem erfüllteren Berufsleben

Im Zusammenhang mit dem Berufsleben ist immer wieder  die Rede von «Motivation». Es handelt sich dabei um einen Grundzustand, der von vielen  Faktoren abhängt. Häufig vergessen wir dabei den Aspekt  der Selbstmotivation, also die Fähigkeit jedes Menschen,  sich selber zu motivieren. Diese ist ein Bestandteil der facettenreichen emotionalen Intelligenz. Wir können lernen, die  Fähigkeit zur Selbstmotivation weiterzuentwickeln, und uns damit das Berufsleben beträchtlich erleichtern.

Verschiedene Arten von Motivation 

Wir unterscheiden zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation. Intrinsisch  motiviert bin ich, wenn ich bei einer Tätigkeit ein Gefühl der Freude empfinde. Von extrinsischer Motivation sprechen wir, wenn ich mich anstrenge, um positive  Impulse von aussen zu erhalten oder um eine unangenehme Situation zu vermei den.  

Beispiel: Ich halte mich an die Richtlinien im Beruf, weil ich Angst vor den Folgen  einer Übertretung habe. 

Bin ich intrinsisch oder extrinsisch motiviert? In der Praxis empfinden wir beide Arten von Motivation. Es ist jedoch wesentlich  vorteilhafter, mehr intrinsische als extrinsische Motivation zu haben. Weshalb? Weil  Sie wesentlich mehr Energie verbrauchen, wenn Sie aus extrinsischer Motivation  handeln, als wenn Sie intrinsisch motiviert sind. Konkret ist zum Beispiel eine Per son, die vor allem für ihren Lohn arbeitet (extrinsische Motivation), schneller müde  als eine Person, die ihre Arbeit mit Freude verrichtet. 

Und die Selbstmotivation? 

Wir sollten in der Lage sein, uns selber zu motivieren. Wie das funktioniert? Wenn wir  etwas als unangenehm empfinden, haben wir häufig die Tendenz, uns nur darauf zu  konzentrieren. Viel besser wäre es, uns alle positiven Punkte in Erinnerung zu rufen,  da wir diese oft vergessen. So können wir Einfluss auf die Wahrnehmung der Situation über den Verstand nehmen.  

Ein konkretes Beispiel: Sie müssen eine administrative Arbeit erledigen, auf die Sie  wenig Lust haben. Anstatt sich auf dieses negative Gefühl zu konzentrieren, sollten  Sie sich alle Aspekte Ihrer Erwerbstätigkeit in Erinnerung rufen, die Sie schätzen. Sie werden dann bald feststellen, dass Ihnen diese administrative Aufgabe viel leich ter fällt. Verschiedene psychologische Denkschulen und Vertreter der stoischen Philosophie bestätigen dies. Denn häufig  stimmt uns nicht die Situation an sich  negativ, sondern lediglich unsere Wahr nehmung der Situation! 

Und wie noch? 

Ein weiterer Grundsatz der Motivation:  Ein Mensch, der keinen Sinn in einer  Aufgabe sieht, wird sich naturgemäss  dagegen wehren. Wenn wir wieder das  erwähnte Beispiel nehmen: Sehr hilfreich  ist auch, wenn Sie sich überlegen, worin  der Nutzen der ungeliebten Aufgabe be steht. 

Wie Sie sehen, tragen wir alle selber ei nen Teil der Verantwortung dafür, dass  wir motiviert sind. Wenn Sie die hier er klärten Grundsätze umsetzen, werden  Sie Ihre intrinsische Motivation steigern.  Sie gestalten damit Ihr Berufsleben angenehmer und verbrauchen weni ger Energie.

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