Mittwoch, August 4, 2021
 

Krankheitserreger haben keine Ferien!

Wer Glück hat, darf sich auch im Herbst noch einmal auf Ferien freuen. Sind Badeferien geplant, geht’s vermutlich zu einer Destination mit niedrigen Hygienestandards, was sorgfältige Vorkehrungen sinnvoll macht. Ihre Beratung ist also gefragt.

Alleine schon der Klimawechsel und die Ernährungsumstellung können zu Verdauungsproblemen führen, doch noch häufiger kommt es in den Ferien in wärmeren Regionen zum berüchtigten Reisedurchfall. Es handelt sich um eine bakterielle Infektion, die durch Erreger wieEscherichia coli, Campylobacter, Clostridium difficile oder Staphylococcus aureus übertragen wird. Diese Bakterien können sich in Lebensmitteln oder in verseuchtem Trinkwasser befinden.

Erinnern Sie Ihre Kundschaft zunächst an die elementaren Präventionsregeln in Risikoländern:

  • Obst und Gemüses stets schälen oder kochen.
  • Gerichte mit rohen Eiern meiden.
  • Fleisch und Fisch nur gut durchgegart verzehren.
  • Leitungswasser (auch zum Zähneputzen) sowie Eiswürfel meiden.
  • Wasser nur aus Flaschen oder abgekocht trinken.
  • Hände oft und gründlich mit Wasser und Seife waschen.

Sollte sich dennoch Durchfall einstellen, muss zwingend der Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust ausgeglichen werden, also: viel trinken, insbesondere Schwarztee, Gemüsebrühe und Elektrolytlösungen.

Wirksame Hilfe für die Darmflora

Gewisse Hefe- und probiotische Bakterienstämme haben sich sowohl zur Prophylaxe als auch zur Therapie bewährt. Sie können das Infektionsrisiko minimieren oder bei bestehender Infektion Dauer und Schweregrad der Erkrankung reduzieren. Ihre Wirkung wird durch Präbiotika verstärkt, von denen sich die Probiotika ernähren, sowie durch B-Vitamine, welche die Darmschleimhaut aufbauen.

  • Die Hefe Saccharomyces boulardii verbindet sich mit den Krankheitserregern und verhindern deren Anhaften an der Darmwand.
  • Die probiotischen Bakterien Lactobacillus rhamnosus GG undBifidobacterium animalis wiederum verbinden sich mit der Darmwand und schützen sie so vor Angriffen durch pathogene Bakterien und Viren.

Auch zu Hause

Auch in unseren Breitengraden ist man vor Durchfall nicht gefeit. Zu den – vielfältigen – Ursachen gehören gewisse Medikamente (Antibiotika, Zytostatika usw.), Lebensmittelunverträglichkeiten (Laktose, Gluten usw.), Lebensmittelvergiftungen, Stress, Angstzustände usw.

Bei starkem Durchfall während mehr als drei Tagen oder reichlich flüssigem und blutigem Stuhl mit Fieber und Erbrechen sollte dringend ein Arzt konsultiert werden.

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