Samstag, Juni 12, 2021
 

Heuschnupfen: Hilfe für Ihre Kundinnen und Kunden

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, alles blüht… Der Frühling steht für die Wiedergeburt der Natur, bringt aber auch Allergien wie Heuschnupfen mit sich. Mittlerweile ist jeder fünfte Mensch in der Schweiz von dieser durch Pollen verursachte Erkrankung betroffen.

Allergischer Schnupfen ist nicht nur lästig, sondern macht auch müde. Und wie alle Allergien ist er auf dem Vormarsch. Während 1901 noch 0,1% der Schweizer Bevölkerung von Allergien der Atemwege betroffen waren, sind es heute bereits 20 %. Schätzungen der WHO zufolge werden bis zum Jahr 2050 gar 50 % der Weltbevölkerung an mindestens einer Allergie leiden. Zu den möglichen Ursachen gehört nicht nur die Luftverschmutzung, sondern auch unser hygieneversessener Lebensstil.

Zwischen April und September blühen hier die Gräser. Ihre Pollen sind so winzig, dass sie leicht in unsere Atemwege eindringen. Dies führt zur meistverbreiteten Form allergischen Schnupfens – dem Heuschnupfen. Heuschnupfen ist eigentlich eine Überreaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Substanzen (Pollen), die der Organismus jedoch als bedrohlich interpretiert.

Was sind die Symptome?

Zu den häufigsten Symptomen gehören eine verstopfte und laufende Nase, rote und tränende Augen, häufiges Niesen und manchmal auch eine Rachenentzündung und Husten. Heuschnupfen sollte behandelt werden. Nicht nur, damit sich die Betroffenen besser fühlen, sondern auch, um möglichen Komplikationen vorzubeugen: Ein Verschleppen kann zu chronischem Schnupfen, allergischem Asthma oder Allergien auf andere Substanzen (Hausmilben, Tierhaare usw.) führen.

Richtig vorbeugen

Bestimmte Massnahmen können dabei helfen, Allergikern den Alltag zu erleichtern. Bei hoher Pollenkonzentration sollten sie es vermeiden, nach draussen zu gehen und besser bei oder nach Regen einen Spaziergang machen. Es ist ebenfalls ratsam, Sport am frühen Morgen oder am Abend statt mitten am Tag zu treiben, da die Luft dann besonders reich an Pollen ist. Auch bei trockenem und windigem Wetter sollte man es vermeiden, nach draussen gehen. Empfehlenswert ist zudem das Tragen einer Sonnenbrille und einer Pollenmaske.

Pollen

In Innenräumen sollte auf Teppiche und Vorhänge möglichst verzichtet werden. Sie sind richtige Pollenherde. Laken und Kissenbezüge sollten mindestens einmal pro Woche gewaschen, aber nicht draussen aufgehängt werden… Sein Zuhause kann man einmal pro Woche mit feuchten Tüchern reinigen, um Pollen zu entfernen. Nach kurzem Lüften sollte man Türen und Fenster geschlossen halten.

Sie können Allergikern auch raten, sich nachts die Haare zu waschen, damit sich Pollen nicht auf dem Kopfkissen ansammeln. Auch Salzwasser-Nasenspülungen und Papiertaschentücher sind empfehlenswert. Darüber hinaus sollte im Auto eine Klimaanlage oder ein Pollenfilter vorhanden sein. Zu Hause kann ein HEPA-Filter (HEPA=high-efficiency particulate air) an den Heizungs- und Lüftungsanlagen installiert werden. Man darf aber nicht vergessen, die Filter einmal pro Monat zu wechseln.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Bei Allergien der Atemwege wendet die Schulmedizin gemeinhin Antihistaminika an. Sie sind zwar sehr wirksam, jedoch nicht frei von Nebenwirkungen, vor allem machen sie müde.

Die Homöopathie bekämpft bekanntlich Gleiches mit Gleichem in minimalster Dosierung, bei der Pollenallergie etwa mit Histaminum– dem Allergiebotenstoff schlechthin – oder Ambrosia artemisifolia, einer Pflanze mit hoch allergisierenden Pollen. Weiter bewährt haben sich Allium cepa (Zwiebel), wirksam gegen Nasenlaufen aller Ursachen,Euphrasia, (Augentrost) zur Linderung von geröteten und tränenden Augen sowieSabadillagegen den Niesreiz. Empfehlenswert ist ausserdemSolidago bei gelegentlichen allergischen Episoden mit Husten.

In Therapeutenkreisen ist man sich längst einig, dass die Homöopathie – im Gegensatz zur klassischen Medizin – weder Nebenwirkungen erzeugt noch Kontraindikationen kennt und dass sie sich besonders für Kinder eignet, die bekanntlich besonders von allergischen Reaktionen geplagt werden.

Bei starkem allergischem Schnupfen können Sie unter Umständen ein homöopathisches Komplexmittel für den Tag und ein Antihistaminikum für die Nacht empfehlen. Die Homöopathie bietet ausserdem eine Nasensalbe mit einem Wirkstoffkomplex zum Abschwellen der Nasenschleimhaut.

Ergänzung durch die Nährstofftherapie

Gewisse Mikronährstoffe wirken gezielt bei der Behandlung der allergischen Rhinitis. Vitamin C und Mangan fördern beide den Histaminabbau, während Niacin (Vitamin B3) die Histaminproduktion verringert. Gammalinolensäure (Borretsch- oder Nachtkerzenöl) wirkt entzündungshemmend und abschwellend.

Die Hyposensibilisierung

Natürlich wird Heuschnupfen häufig auch durch eine Hyposensibilisierung behandelt. In der Schulmedizin wird diese durch wöchentliche Spritzen durchgeführt oder durch die tägliche Einnahme von Tropfen oder Tabletten zur Aufnahme des Wirkstoffs über die Mundschleimhaut. Es handelt sich oft um ein über Jahre dauerndes Prozedere, das mitunter auch von Nebenwirkungen begleitet sein kann.

Bei der homöopathischen Alternative wird Pollen als bremsende Dilution, also als Pollen 15 CH, in Dosen verabreicht. Die Behandlung – 1 wöchentliche Dosis – sollte idealerweise einige Monate vor dem Pollenflug einsetzen.

Mit diesen Ratschlägen und Produkten sind Sie bestens vorbereitet, um Ihre Kunden im Umgang mit dieser Frühjahrskrankheit zu beraten und zu unterstützen.

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