Mittwoch, September 22, 2021
 

Ein starkes Immunsystem kommt nicht von allein!

Erhöhte Infektanfälligkeit und wiederholte Erkältungen deuten auf ein geschwächtes Immunsystem hin. Wie aber kommt es zu dieser Immunschwäche? Und wie lassen sich – im Gegenzug – die natürlichen Abwehrkräfte stärken? Eine Standortbestimmung.

Tischlein deck dich!

Übermässiger Alkoholkonsum, raffinierte Zucker und Produkte und «schlechte» Fette… Eine unausgewogene Ernährung übersäuert den Körper und liefert zu wenige immunstimulierende Mikronährstoffe.

Die Folgen? Durch Gewebeübersäuerung und einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen wird die Immunabwehr geschwächt.

Es gibt viele Lebensmittel, die die natürlichen Abwehrkräfte stärken: fermentierte Lebensmittel (Kohl, Kefir), Obst (Zitrusfrüchte, Weintrauben, Cranberries, Äpfel), Gemüse (Fenchel, Karotten), Gewürze (Knoblauch, Salbei, Chili), Nüsse und Samen, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Ihr Gehalt an Vitaminen, Ballaststoffen, Spurenelementen und anderen antioxidativen Molekülen (Polyphenole, Schwefelmoleküle) hilft, den Bedarf aller biochemischen Mechanismen des Immunsystems zu decken.

Unsere Gewohnheiten und Gedanken

Dennoch reicht es nicht aus, nur “gut zu essen”. Damit das Immunsystem richtig funktioniert, muss eine ganze Reihe von Aspekten im Bereich der Lebenshygiene und Ernährung berücksichtigt werden. Tabakrauch, Stress sowie übermässiges körperliches Training setzen unseren natürlichen Abwehrkräften arg zu, denn einerseits entziehen sie unserem Organismus Vitalstoffe, und andererseits führen sie ebenfalls zu einer Übersäuerung.

In chronischen Stresssituationen schütten die Nebennieren Cortisol aus, während das sympathische System aktiviert wird und Noradrenalin produziert – zwei Moleküle, welche die Effektivität der Reaktion des Immunsystems nachweislich verringern. Darum sollte man sich umso mehr bemühen, das Leben leichter zu nehmen!

Der Sonnenhut: Eine Pflanze im Dienste der Immunabwehr

Die Phytotherapie kann im Rahmen der Mikroernährung bestimmte Störungen korrigieren oder bestimmte Mechanismen, die im Körper ablaufen, verstärken.

Im Bereich der Prävention akuter gutartiger Pathologien werden immunstimulierende Pflanzen, wie Echinacea, empfohlen. Die Indianer setzten die in Nordamerika beheimatete Pflanze aus der Familie der Asteraceae gegen Schlangenbisse ein… aber auch gegen Atemwegsinfektionen und Halsschmerzen!

Bekannt sind drei Pflanzen: Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia, und Echinacea pallida. Die erste wird am häufigsten verwendet. Die Weltgesundheitsorganisation erkennt die traditionelle Verwendung der Wurzel von Echinacea angustifolia sowie der Blätter und Blüten von Echinacea purpurea an.

Dem Sonnenhut wird eine Reihe von wichtigen Eigenschaften zugeschrieben, die sich auf die Immunabwehr auswirken. Er wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und antimykotisch.

Seine Anwendungsgebiete sind vielfältig: Vorbeugung von Infektionen der oberen Atemwege (Schnupfen, Kehlkopfentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung) und der Harnwege, Verringerung der Schwere von Erkältungssymptomen oder Linderung von Halsschmerzen oder Zahnfleischentzündungen. Bei Personen mit geschwächter Immunreaktion wirkt die Pflanze als Immunmodulator, indem sie die Effizienz des Immunsystems steigert, ohne es zu überstimulieren.

Zu guter Letzt noch eine Empfehlung: Die Pflanze wirkt noch intensiver und schneller, wenn sie bei den ersten Symptomen eingenommen wird.

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