Dienstag, Dezember 7, 2021
 

Bio-Strath: 60 Jahre Erfolg dank innovativer Produkte. Und bereit für die Zukunft!

Im Jahr 2021 feiert Bio-Strath sein 60-jähriges Bestehen und das Debüt seines Erfolgsprodukts auf Hefebasis. Das in Zürich ansässige Unternehmen, das in einem zunehmend konvergenten Umfeld ein verantwortungsbewusster Familienbetrieb bleibt, bereitet sich aktiv auf die Zukunft vor. Exklusiv-Interview mit David Pestalozzi, dem Geschäftsführer, der die Nachfolge seines Vaters an der Spitze des Unternehmens angetreten hat.

Vita: Das Unternehmen wurde von Ihrem Vater, Fred Pestalozzi, gegründet, der die Vorteile des Hefepräparats von Dr. Strathmeyer für sich entdeckte. Erinnern Sie sich an die Anfänge des Unternehmens, an die Begegnungen zwischen Ihrem Vater und Dr. Strathmeyer? Wann war klar, dass Sie nach Ihrem Vater auch die Führung übernehmen würden?

David Pestalozzi: Meine vier älteren Schwestern und ich haben von Anfang an viel mitbekommen. Als Kinder haben wir es geliebt auf die Baustellen zu gehen (drei Bauetappen 1964, 1967, 1972) und den Arbeitern aus Italien zuzuschauen und ihnen Tee oder Kaffee vorbeizubringen. Dr. Strathmeyer habe ich nicht mehr in Erinnerung, da war ich zu jung und er ist in den 60er Jahren gestorben. Aber gut in Erinnerung habe ich, dass wir im Wald Bärlauch sammelten, ihn hinter dem Haus mit der eigenen Presse ausgepresst und diesen Saft dem Strath-Labor geliefert haben. Später wurden wir jeweils von unserem Vater aufgeboten, Gäste zu unterhalten mit Gesprächen und Tanzvorführungen. Manchmal war es peinlich, manchmal sehr spannend und unterhaltsam. Mit den Österreichern ging die Post ab. Lustig, singend – dank viel Wein. Ich ahnte schon, dass ich einmal für die Nachfolge in Frage kam, aber erst nach meinen Sturm- und Drang-Jahren trat ich mit 26 Jahren in den Betrieb ein.

Ist das Grundrezept wirklich seit 60 Jahren dasselbe geblieben?

Das Verfahren war immer das Gleiche. Da wir der Hefe über 50 Kräuter verfüttern, haben wir in dieser Zeit wohl einzelne Kräuter ausgewechselt. Das spielt aber keine so grosse Rolle, da die wichtigsten Mikronährstoffe aus der Hefe kommen. Das Spannende an den Kräutern ist, dass sie so vielseitige Eigenschaften haben. Für die Verdauung, Zirkulation, zur Beruhigung oder Stärkung – sie decken den ganzen Organismus ab. Die Menge der Kräuter ist jedoch gering und unterstützt in einem speziell vergorenen Kräuterauszug die Wirkung der Hefe.

In den letzten Jahren ist die Qualität des Mikrobioms für eine gute Gesundheit immer wichtiger geworden. Eine Studie hat gerade die Vorteile Ihres Produkts in diesem Bereich nachgewiesen. Sind Sie in der Lage, Ihren Vorsprung in diesem Bereich zu nutzen?

Die Wirkung unserer natürlichen Nahrungsergänzungsmittel nachzuweisen ist in unserer DNA. Seit 1964 sind über 39 wissenschaftliche Arbeiten publiziert worden. Und dieses Jahr haben wir eine Studie bei übergewichtigen Frauen durchgeführt und dabei ihr Mikrobiom untersucht. Ein gesundes Mikrobiom ist so wichtig für unser Immunsystem. Wir konnten nachweisen, dass Strath Kräuterhefe einen positiven Einfluss auf verschiedene Bakterien hat. U.a. wurde das Firmicutes- und Bacteoridetes-Verhältnis optimiert und ein positiver Einfluss auf den Blutdruck festgestellt. Es ist für mich immer wieder faszinierend und beindruckend zu erfahren, wie vielseitig die Kräuterhefe eingesetzt werden kann.

Der Schweizer Markt befindet sich in einem starken, schneller werdenden Konzentrationsprozess, insbesondere im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel und der ganzheitlichen Medizin. Bio-Strath ist seit 60 Jahren ein Familienunternehmen. Was sind die Vorteile dieser Unabhängigkeit?

Die Marke wird immer wichtiger. Bio-Strath bzw. Strath ist in über 150 Ländern weltweit registriert. In der Schweiz kennen zumindest die über 45-Jährigen fast alle unsere Marke. Wir arbeiten mit allen digitalen Möglichkeiten bzw. Werbemitteln oder Influencern, um auch die jüngere Kundschaft von Strath zu überzeugen. Wir sind eine familiengeführte Schweizer Firma und gehören mit 25 Mitarbeitenden zu einem eher kleinem KMU, erzielt aber einen Exportanteil von 70%. Wir sind stolz auf 60 Jahre Bio-Strath. Konkurrenz gab es schon immer. Aber die Anzahl der Eigenmarken von Gruppen und Ketten von Apotheken und Drogerien haben zugenommen, wie auch der Import von Nahrungsergänzungsmitteln über E-Shops. Ebenso bieten alle Grossverteiler eine grosse Anzahl an Gesundheitsmitteln an. Nestlé kauft Firmen in den USA, die bereits erfolgreich auf diesem Markt sind. Wir bleiben unabhängig, planen meine Nachfolge, stärken unsere Marke und wachsen im Ausland.

Unser Magazin erreicht 95% der Apotheker und Drogisten in der Schweiz. Sind Sie angesichts der zunehmenden Direct-to-Consumer-Kommunikation immer noch ein wichtiger Partner für die Beratung der Endkunden?

Ja, auf jeden Fall. Der Fachhandel bleibt unser wichtigster Kanal. Durch unsere Partner sind wir jedoch bereits auf den Plattformen Galaxus, Brack und Farmy vertreten und in Zukunft wird digitales E-shopping weiterhin wachsen. Wir verschliessen uns dem nicht, sondern investieren in neue Kanäle.

Ihre Produkte wurden in den letzten Jahren mehrfach weiterentwickelt. Werden Sie die Produktpalette weiter ausbauen?

Wir sind in der Planung einer weiteren Neuheit für Frühling 2022. Alle unsere Produkte basieren auf der speziellen Kräuterhefe. Das unterscheidet uns von anderen Vitamin- und Mineralstoffpräparaten. Die Kräuterhefe ist wichtig, weil sie die Aufnahme von Mineralsalzen oder Vitaminen unterstützt.

Planen Sie, die Bekanntheit der Marke Strath zu nutzen, um neue Produkte auf den Markt zu bringen, die nicht auf Ihrem aktuellen und historischen Rezept basieren?

Das ist eine schwierige Frage. Bisher waren alle Produkte auf der Basis von Kräuterhefe hergestellt. Wir können uns jedoch vorstellen, Firmen aus dem Ausland in der Schweiz zu vertreten, die die gleichen Werte teilen: Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, gesundheitsfördernde Produkte.

Verbraucher und Fachleute achten zunehmend auf die Beschaffung von Rohstoffen und auf Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette. Wie stehen Sie dazu?

Das gehört zu unserer Pflicht, qualitative hochstehende Rohstoffe für unsere wertvollen Produkte zu verwenden. Im Betrieb haben wir betreffend ökologische Abläufe noch Luft nach oben. Z.B. habe ich soeben ein Projekt über den Ersatz unserer Ölheizung begonnen. Wir planen grosse Investitionen für eine bessere und saubere Zukunft.

Was sind die wichtigsten Entwicklungsbereiche für die nahe Zukunft?

Wir haben noch ein bis zwei Produkte, die wir entwickeln wollen. Dann stärken wir den Tierbereich und investieren in Personal und neue Absatzmärkte. Anima-Strath ist unsere Marke im Tierbereich, hier wachsen wir mit über 20% jährlich.

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